Hutausstellung im St. Anna in Herne
Bei Kopfbedeckungen im Krankenhaus denkt man(n) meistens an das Schwesternhäubchen oder an das Haarnetz des Operateurs. Den wenigsten fallen dabei kunstvolle und kreative Hüte ein. Im St. Anna Hospital soll das für einen Tag anders sein: Am 18. Januar um 14 Uhr stellt die Modistenmeisterin Bärbel Wolfes vom Hutsalon Erika in Witten ihre Modell aus: Hüte, Mützen, Kappen in allen erdenkbaren Formen, Farben und Materialien.
Der Anlass liegt nahe: In der Abteilung für Brusterkrankungen stellt die Chemotherapie einen wichtigen Teil der Behandlung dar. Leider geht es immer mit Haarausfall einher - gerade für Frauen ein Problem, das durch Perücken nur unzureichend zu lösen ist.
Die Hüte von Bärbel Wolfes sind keine bloße Problemlösung - sie sind Kunstwerke für den Kopf. Ein Hut enthüllt und verbirgt. Er führt - zusammen mit seiner Trägerin - ein fast paradoxes Doppelleben: Er passt sich an, unterstützt, betont und verändert. Seine Trägerin schaut in den Spiegel, sieht zigmal anders aus und bleibt doch immer sie selbst. Und vor allem kann der Hut helfen: Er kann krebskranken Frauen in ihrer schwierigen Situation ein wenig heilen helfen.